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eva
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Anmeldungsdatum: 07.03.2005
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Es war eine absolute Katastrophe. An Weihnachten 2004 richtete ein Erdbeben vor Sumatra verheerende Schäden an. Die Flutwelle tötete 230.000 Menschen in Indonesien, Thailand, Indien. Zum Jahrestag erinnern die Angehörigen an die Opfer. Viele Einwohner warten noch immer auf Wiederaufbau.
Angehörige und Einwohner haben in Khao Lak in Thailand dem Tsunami 2004 gedacht. Mehr als 8000 Menschen starben dort bei der Flutwelle an Weihnachten.
Auch in diesem Jahr stiegen wieder Kerzen in Lampions in die Luft.
In Phang Nga, etwa 900 Kilometer südlich von Bangkok, gibt es mittlerweile ein Tsunami Victims Cemetery.
Zu Fotos der Opfer werden Blumen gelegt.
Ein Sand-Künstler vor seiner Sandskulptur zum jahrestag.
Für die Bewohner der Provinz Banten auf der Insel Java beginnt der Gedenktag mit einer Katastrophenübung. Drei Jahre nach dem verheerenden Tsunami proben rund 9000 Dorfbewohner und Fabrikarbeiter die Flucht ins Landesinnere, nachdem die Behörden eine Warnung über ein Erdbeben der Stärke 8,5 auf der Richterskala veröffentlicht haben. Unter den Gästen, die die Übung auf der indonesischen Insel beobachten, ist auch Präsident Susilo Bambang Yudhoyono.
Gleichzeitig beten rund 1000 Menschen am Mittwoch bei einer Andacht unter freiem Himmel in der Stadt Calang in der indonesischen Provinz Aceh für die Opfer der Flutwelle. „Ich bin hierhergekommen, um mit anderen Einheimischen zu beten“, sagte Alimudin, ein 61-jähriger pensionierter Beamter, dessen Frau und Kind starben.
Bis zu 230.000 Tsunami-Tote
Der Gouverneur von Aceh, Irwandi Jussuf, äußert die Hoffnung, „dass wir von der Katastrophe lernen und mehr Ehrfurcht vor Gott zeigen“. Eine Fotoausstellung dokumentierte die Fortschritte beim Wiederaufbau, für den die internationale Gemeinschaft rund fünf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hatte. Mit bis zu 170.000 Toten und Vermissten gilt Aceh an der Nordwestspitze Sumatras als die am schwersten von der Naturkatastrophe getroffene Region. Insgesamt starben bei dem Tsunami am 26. Dezember 2004 bis zu 230.000 Menschen. Gedenkzeremonien finden über die gesamte Provinz Aceh verstreut statt, vor allem in der Nähe von Massengräbern und Moscheen. Auch in anderen Anrainerstaaten des Indischen Ozeans wird der Opfer der verheerenden Flutwelle gedacht. In Sri Lanka, wo mindestens 31¿000 Menschen ums Leben kamen, halten die Menschen in der südlichen Küstenstadt Matara um 9.25 Uhr Ortszeit zwei Schweigeminuten ab. Zu diesem Zeitpunkt waren vor drei Jahren die ersten Riesenwellen auf die Küste getroffen.
Überlebende warten auf Wiederaufbau
Im Süden Indiens kommen Tausende Fischerfamilien zum Gedenken an den Stränden zusammen. Nach Behördenangaben kamen in Indien 12.000 Menschen durch den Tsunami ums Leben. Viele Überlebende warten immer noch auf den Wiederaufbau ihres Hauses. Etliche Zeremonien gibt es auch im Südwesten Thailands. Offiziell starben in dem südostasiatischen Land 5400 Menschen. Beobachter schätzen aber, dass die Zahl mindestens doppelt so hoch ist.
An den Stränden auf der Ferieninsel Phuket sitzen Bewohner und ausländische Besucher still beisammen und halten roten Rosen in den Händen, die sie nach der Zeremonie zum Gedenken an die Toten ins Meer werfen. Buddhistische Mönche begleiten die Andacht mit Gesängen.
Sich an ihre verstorbenen Familien und Freunde erinnern wollen auch die Menschen in Khao Lak, der Urlauberhochburg nördlich von Phuket. Hier waren mit die meisten Opfer der Flut zu beklagen.
In der Nähe der Küste, inmitten von Ferienanlagen, wurde erst vor wenigen Tagen eine neue Gedenkstätte eingeweiht. „Hier beten wir für die Seelen der Verstorbenen“, sagt Tuk, Mitinitiator der Veranstaltung und Bewohner von Khao Lak.
Eine weitere Gedenkstätte liegt im Fischerdorf Ban Nam Khem, knapp eine halbe Stunde Autofahrt von Khao Lak entfernt. Der „Tsunami Memorial Park“ ist eine ruhige, gepflegte Anlage etwas außerhalb des Dorfes. Eine der Steinwände ist einer heranrollenden Welle nachempfunden. Die Wand gegenüber trägt Namen von Verstorbenen.
Für eine weitere Naturkatastrophe ähnlichen Ausmaßes will die Region künftig gewappnet sein. Die Anrainerstaaten des Indischen Ozeans haben seit Anfang 2005 über den Aufbau eines regionalen Frühwarnsystems beraten. Indonesien bekommt dabei Unterstützung aus Deutschland: Das federführend vom Potsdamer Geoforschungszentrum entwickelte, rund 45 Millionen Euro teure Frühwarnsystem soll Ende 2008 vollständig funktionsfähig sein.
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_________________ Eva Bahrdt
Missing-People e.V.
- Vorstand -
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