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kerpi
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Seit Montag läuft der Prozess gegen den Entführer und Peiniger von Stephanie Rudolph.
Hier nun die aktuellste Meldung von heute, wir sind fassungslos....
Stephanie-Prozess
Mario M. klettert auf Gefängnisdach
Der wegen Missbrauchs und Entführung Angeklagte Mario M. steht seit heute Früh auf dem Dach seines Gefängnisgebäudes. Psychologen, Polizei und der Verteidiger des Mannes sind vor Ort.
Dresden - Der 36-Jährige habe einen Hofgang ausgenutzt und sei gegen 7.25 Uhr auf das vierstöckige Gebäudes innerhalb der Justizvollzugsanstalt gestiegen, sagte der Leiter des Gefängnisses, Ulrich Schwarzer. Er sei mit zwei Gefangenen und zwei Bewachern draußen gewesen und habe blitzschnell die Fassade eines Hafthauses erklommen.
Nach Angaben des Sprechers des Justizministeriums, Martin Marx, geht man nicht davon aus, dass der vorbestrafte Sexualstraftäter fliehen will. "Das ist von dieser Stelle der Justizvollzugsanstalt nicht möglich", sagte Marx. Die Außenmauer des Gefängnisses sei mehr als zehn Meter entfernt. Auch einen Suizidversuch des Mannes hält das Ministerium zunächst für unwahrscheinlich. Psychologen hätten bereits Kontakt mit ihm aufgenommen, hieß es. Nach Berichten von Augenzeugen hält der Mann sich die meiste Zeit am Rand des Daches auf, ab und zu laufe er hin und her.
Für heute ist Stephanie als Zeugin geladen
Eigentlich sollte heute im Prozess gegen Mario M. weiter verhandelt werden. Die 14-jährige Schülerin, die von dem Angeklagten entführt und mehrfach sexuell missbraucht wurde, ist als Zeugin geladen. Zu Beginn der Verhandlung ist vorgesehen, über eine Aussage des Mädchens zu entscheiden. Unklar ist bislang, ob und wie Stephanie vernommen werden soll. Für den zweiten Verhandlungstag im Stephanie-Prozess ist vorsichtshalber bereits ein allgemeines Fotografier- und Filmverbot für das gesamte Landgericht angeordnet worden.
Der arbeitslose Anlagenbauer hatte die damals 13-Jährige laut Anklage am 11. Januar auf dem Schulweg in sein Auto gezerrt und fünfeinhalb Wochen in seiner Wohnung als „Sexsklavin“ gehalten. Ihm drohen wegen Geiselnahme, Vergewaltigung, schweren sexuellen Kindesmissbrauchs, Körperverletzung und Erwerbs kinderpornografischer Schriften bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe und Sicherungsverwahrung. Stephanie selbst hatte die Ermittler auf die richtige Spur gebracht: Ein Passant fand am 15. Februar einen ihrer Hilferufe, die sie bei nächtlichen Spaziergängen mit dem Entführer heimlich hatte fallen lassen.
Eine Zeugenaussage Stephanies vor Gericht ist umstritten. Die Staatsanwaltschaft hält diese bei sehr guter Beweislage für nicht notwendig und argumentiert mit dem Schutz des Opfers. Die Eltern der Gymnasiastin und der Vertreter der Nebenklage erachten eine Aussage dagegen als wichtig für die Aufarbeitung des Geschehens durch Stephanie. In diesem Punkt sind auch Psychologen uneins. Für den Prozess sind insgesamt neun Verhandlungstage geplant.
Zum Prozessauftakt am Montag hatte der vorbestrafte Sexualtäter in nichtöffentlicher Sitzung die Entführung und den Missbrauch des Mädchens gestanden. Während der Verhandlung sorgte er für einen Tumult. Er versuchte, den Gerichtssaal zu verlassen. Wachleute legten ihm Handschellen an. Mit seinem Verhalten wollte der 36-Jährige erreichen, dass die Anklageschrift unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlesen wird, was das Landgericht Dresden ablehnte. morgenpost.de/dpa/AFP/AP
Stand: Mittwoch, 8. November 2006, 10:59 Uhr
Quelle: Berliner Morgenpost
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8. November 2006, 13:40, NZZ Online
Peiniger einer 14-Jährigen in Dresden auf Dach geklettert
Mädchen will nicht vor Gericht aussagen
Der Kidnapper der 14-jährigen Stephanie ist auf das Dach eines Dresdener Gefängnis geflüchtet. Am Montag hatte der Prozess gegen den vorbestraften Sexualtäter begonnen. Als Reaktion auf die Flucht will das Mädchen am Donnerstag nicht mehr vor Gericht aussagen.
(ap) Die 14-jährige Stephanie aus Dresden wird als Reaktion auf die Flucht ihres Peinigers Mario M. auf das Gefängnisdach nicht wie geplant am Donnerstag vor dem Dresdner Landgericht aussagen.
Das teilte Thomas Kämmer vom Büro ihres Anwalts Ulrich von Jeinsen am Mittwoch mit und erklärte, es bestehe Gefahr für das Mädchen. Im übrigen könne man auch kein Vertrauen in die Justiz mehr haben. «Wer es nicht schafft, einen hochgefährlichen Mann wie Mario M. unter Kontrolle zu halten, demgegenüber haben wir begründete Zweifel», sagte Kämmer der AP.[/B]
Der angeklagte Mario M. kletterte am Mittwochmorgen beim Hofgang im Dresdner Untersuchungsgefängnis auf ein Dach im vierten Stock. Der 36-Jährige war mit zwei Gefangenen und zwei Bewachern draussen beim Hofgang und hatte um 07 Uhr 24 blitzschnell ohne Hilfsmittel die Fassade eines Hafthauses erklommen.
Psychologen haben unterdessen Kontakt zu dem 36-Jährigen aufgenommen. Wie Polizeisprecher Thomas Herbst mitteilte, wurde eine Hebebühne zum Dach hinauf gefahren. Darauf befanden sich zwei Leute. Nach Polizeiangaben hatten Psychologen der Verhandlungsgruppe des Landeskriminalamts zuvor zwei Mal Gesprächskontakt mit Mario M.
Kämmer forderte eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle in der Justizvollzugsanstalt. Dessen Leiter müsse suspendiert werden. Stephanie müsse hundertprozentig geschützt werden. Wenn das nicht der Fall sei, könnten die Eltern auswandern, sagte der Opferjurist.
Eine Sprecherin des Landgerichts wollte auf Anfrage noch nicht bestätigen, dass Stephanie nicht aussagen wird. Es bleibe dabei, dass die zweite Grosse Strafkammer am Donnerstag zunächst in öffentlicher Verhandlung prüfen werde, ob und in welchem Umfang eine Vernehmung der 14-Jährigen erfolgen solle.
Mario M. hatte die damals 13-jährige Stephanie nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft im Januar in Dresden entführt, wochenlang in seiner Wohnung gefangen gehalten und immer wieder vergewaltigt. Das Mädchen konnte bei einem nächtlichen Spaziergang einen Hinweis auf seinen Peiniger hinterlegen.
Quelle: NZZ online
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kerpi
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Stephanie-Peiniger
"Betäubungsgewehr keine Lösung"
Kein neuer Stand im Gefängnis-Drama von Dresden. Sexualstraftäter Mario M. harrt immer noch auf dem Dach der Haftanstalt aus. Die Polizei setzt auf die Einsicht des Stephanie-Peinigers.
Die Dresdner Polizei stuft es als zu großes Risiko ein, den Sexualstraftäter Mario M. gewaltsam vom Dach des Dresdner Gefängnisses zu holen. Die Beamten wollen den Angeklagten im Dresdner Stephanie-Prozess wohlbehalten vom Dach bekommen, auf dass er am Morgen geflüchtet war, sagte der Sprecher der Polizei Dresden, Thomas Herbst, am Mittwoch. Ein Spezialeinsatzkommando sei zwar vor Ort, um den 36-jährigen, falls nötig, zu überwältigen. "Wir setzen aber darauf, dass er einsichtig ist."
Wenn Mario M. beispielsweise mit einem Schuss aus einem Betäubungsgewehr getroffen würde, könnte er vom Dach stürzen und ums Leben kommen. "Das ist für uns keine Form der Lösung, das kommt für uns nicht in Frage", sagte Herbst. Selbstmordabsichten des Häftlings wollte der Sprecher nicht ausschließen. Angesichts der Dauer des Aufenthaltes auf dem Dach seien sie aber unwahrscheinlich.
Spezialisten der Polizei versuchen seit Stunden, den geständigen Entführer der 14-jährigen Stephanie zur Aufgabe seiner Dachbesetzung im Innenhof des Dresdner Gefängnisses zu bewegen.
Zwei zivil gekleidete Personen sprachen am Mittwoch von einer Hebebühne aus mehrere Minuten lang mit dem 36-Jährigen, der sich seit dem frühen Morgen auf dem Dach aufhält. Nach einer Pause ließ sich die Verhandlungsgruppe am späteren Vormittag erneut nahe an das Dach heben und sprach nochmals mit dem Häftling. Nach Angaben der Gefängnisleitung wurde auch ein Anstaltspsychologe in die Bemühungen einbezogen.
Häftling wird Forderung stellen
Gefängnisleiter Ulrich Schwarzer sagte, er gehe davon aus, dass der Häftling Forderungen stelle. Diese beträfen möglicherweise seinen am Montag eröffneten Prozess um die Entführung und Vergewaltigung der Schülerin oder seine Haftbedingungen.
Der im Fall Stephanie angeklagte Mario M. ist am Mittwochmorgen gegen 7.25 Uhr zusammen mit zwei Gefangenen und zwei Bewachern draußen gewesen. Laut Gefängsnisleitung habe er blitzschnell und ohne Hilfsmittel die Fassade eines Hafthauses erklommen. Der 36-Jährige habe sich offenbar an den Gitterstäben der Fenster hoch gehangelt.
Der Sprecher des sächsischen Justizministeriums, Martin Marx, teilte mit, es handele sich um ein Innengebäude des Gefängniskomplexes. Es befinde sich zehn Meter von der Außenmauer des Geländes entfernt. Insoweit könne man ausschließen, dass es sich um einen Fluchtversuch handelt. Mario M. habe keine Forderungen gestellt. Er halte sich nicht am Rand des Dachs auf und drohe nicht damit, sich herunter zu stürzen. Für andere habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, so Marx. "Wir gehen davon aus, dass er Forderungen stellen wird", sagte JVA-Leiter Schwarzer. Mario M. sitze in einer Ecke auf dem Flachdach.
Der Ministeriumssprecher sagte, die Aktion sei "sichtlich nicht geplant" gewesen. Er wies darauf hin, dass Mario M. zu Beginn des Prozesses vor dem Dresdner Landgericht eine spontane Aktion unternommen habe. Bei der Anklageverlesung war er plötzlich aufgesprungen und hatte den Anschein erweckt, als wolle er weglaufen.
Mario M. muss sich unter anderem wegen Geiselnahme und vielfacher Vergewaltigung der damals 13-jährigen Stephanie verantworten. Er hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt; für Donnerstag ist die Aussage des Opfers als Zeugin geplant. Die Polizei hat Spezialeinsatzkräfte zum Dresdner Gefängnis geschickt und dabei auch Hubschrauber eingesetzt. Eine Verhandlungsgruppe aus Psychologen versucht ebenso wie der Gefängnispsychologe, Kontakt mit Mario M. aufzunehmen. Ministeriumssprecher Marx sagte, für eine spontane Aktion des Häftlings spreche, dass er damit "seine Fluchtmöglichkeit nicht verbessert" habe.
AP/Reuters
Artikel vom 08. November 2006
Quelle: Stern.de
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kerpi
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Sehr geehrte User mich erreichten hier die ersten Fotos aus Dresden von "unserem Mann vor Ort".
Der Angeklagte befindet sich nach wie vor auf dem Dach eines Gebäudes der JVA Dresden.
Die Polizei und Psychologen sind nach wie vor am Verhandeln mit Mario M., um ihn - ohne Gewalt- vom Dach herunter zu bekommen.
Mario M. hat bisher jede Nahrungsaufnahme verweigert. Es wird langsam sehr kalt dort.
Es gibt einen großen Auflauf von Fernsehteams und Presse. Alle warten, was nun passieren wird.
Hier nun die ersten Fotos:
Bildquelle: missing-people e. V.
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| Plakate.jpg |
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| mp vor Ort.jpg |
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| Polizeihubschrauber.jpg |
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| Psychol.Hebebühne.jpg |
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| MarioM.Dach2.jpg |
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| Presse JVADresden2.jpg |
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| Viele Kameras beobachten den Angeklagten |
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| Presse JVA Dresden1.jpg |
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Zuletzt bearbeitet von kerpi am Do 9th Nov 13:41, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Daniel
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Anmeldungsdatum: 28.12.2004
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Nachtrag:
In der vergangenen nacht gegen 4.00 Uhr ist Mario Mederake in den Korb der Arbeitsbühne gestiegen und hat sich widerstandlos in seine Zelle bringen lassen.
Sein Motiv ist, nach Aussagen der Justiz heute morgen, nach wie vor unklar.
Dennoch finden wir es unverantwortlich, wie lange die Beamten gebraucht haben, den Täter vom Dach zu holen. Während unseren Beobachtungen vor Ort haben wir verschiedene Stimmen gehört, die radikale Maßmahmen im Umgang mit dem Täter forderten...
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kerpi
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Mario M. verhandlungsunfähig
20 Stunden hat es Mario M., der Peiniger von Stephanie, auf dem Gefängnisdach ausgehalten - dann gab er auf. Wegen dieser "Flucht" ist M. nun verhandlungsunfähig, der Prozess wurde vertagt.
Der Prozess gegen den Peiniger der 14-jährigen Stephanie ist auf den 21. November vertagt worden. Das hat das Landgericht Dresden entschieden, nachdem der Angeklagte am Donnerstagvormittag nach einer amtsärztlichen Untersuchung für die Dauer von zwölf Stunden für verhandlungsunfähig erklärt wurde. Er wurde um 9 Uhr mit verstärkter Bewachung, begleitet von sieben Polizisten eines Sondereinsatzkommandos und in Handschellen und Fußfesseln in den Verhandlungssaal geführt
Der Arzt sagte, der Angeklagte habe Gleichgewichtsstörungen und Ermüdungserscheinungen. Mario M. habe vergangenen Sonntag das letzte Mal etwas gegessen. Ursprünglich war die Vernehmung von Stephanie als Zeugin am Donnerstag vorgesehen. Ihr Vater hatte jedoch erklärt, nach der Flucht des Angeklagten aufs Gefängnisdach sei ihre Sicherheit nicht gewährleistet.
Gut 20 Stunden nach seiner Flucht auf das Dach der Dresdener Justizvollzugsanstalt hatte der vorbestrafte Sexualstraftäter Mario M. gegen 3 Uhr in der Nacht aufgegeben. Wie die Polizei mitteilte, verließ der Mann zusammen mit einem Beamten eines Spezialeinsatzkommandos freiwillig das Dach. Er sei unverletzt mit einer Hebebühne vom Dach geholt worden, sagte Polizeisprecher Thomas Herbst.
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Beim Hofgang seinen Bewachern entwischt
Der 36 Jahre alte vorbestrafte Sexualtäter war am Mittwochmorgen um 7.24 Uhr - einen Tag vor der Fortsetzung des Missbrauchs-Prozesses gegen ihn vor dem Dresdner Landgericht - bei einem Hofgang seinen beiden Bewachern entwischt und an der Außenfassade eines Zellengebäudes in die Höhe geklettert. Sachsens Justizminister Geert Mackenroth (CDU) räumte eine peinliche Justizpanne ein.
"Die Polizei hat ihre Aufgabe erledigt", zeigte sich Herbst am Morgen zufrieden. Mario M. sei wieder der Obhut der Justiz übergeben worden. Laut Herbst wurde der Mann sofort in den Gefängnistrakt zurückgebracht. Dort sollte er mit seinem Verteidiger zusammentreffen. "Die Überlegung, auf Zeit zu setzen, hat sich gelohnt", sagte Herbst zum Polizeieinsatz. Mario M. sei bei Ende der Aktion normal ansprechbar gewesen "und in einem passablen Zustand".
Im Verlauf der Nacht hatte der Mann um eine Decke und Getränke gebeten. Die Polizei hatte draus geschlussfolgert, dass der Mann mit seinen Kräften am Ende war. Schließlich ließ er nach 18 Stunden zunächst zwei Beamte zu sich auf das Dach und redete mit ihnen von Angesicht zu Angesicht. Tagsüber hatte Mario M. nahezu ununterbrochen auf dem Dach gestanden und mit Psychologen gesprochen, die auf einer Hebebühne standen. Gewaltsam wollte die Polizei nicht gegen ihn vorgehen, da sich der Mann stets am Rand des Daches aufhielt und befürchtet wurde, dass er bei einer Polizeiaktion in die Tiefe stürzen könne. Zuletzt regnete es stark.
Keine Gefahr für die Familie
Objektiv habe keine Gefahr für Stephanie und ihre Familie bestanden, sagte Herbst zu Vorwürfen, die Sicherheitskräfte könnten nicht für ausreichenden Schutz der Betroffenen sorgen. Dennoch werde geprüft, ob die Sicherheitslage neu bewertet werden müsse. Zu den Motiven der Aktion von Mario M. machte der Sprecher keine Angaben. Bei den Verhandlungen mit dem Mann sei es zum Schluss nur um die Modalitäten der Rückführung in die Haft gegangen.
Mario M. muss sich wegen Vergewaltigung, Geiselnahme, Kinderpornografie und anderer Straftaten vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Er hatte zu Verhandlungsbeginn gestanden, die damals 13 Jahre alte Schülerin Stephanie Anfang des Jahres entführt und wochenlang sexuell misshandelt zu haben. Offen ist weiter, ob der Prozess wie geplant am Donnerstag fortgesetzt werden kann.
DPA
Artikel vom 09. November 2006
Quelle: Stern.de
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